Begegnungen in der Megastadt São Paulo

Festlicher Auftakt für die Südamerikareise des Rates der EKD

11. Mai 2015

Delegation des Rates der EKD  in São Paulo mit Generalkonsul, Vertretern von deutschen Institutionen und Gemeindemitgliedern der Friedenskirche in Santo Amaro

Ein deutschsprachiger Gottesdienst in der Friedenskirche in São Paulo war der festliche Auftakt für die Reise einer Delegation des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) nach Südamerika. Die Vertreterinnen und Vertreter des Rates besuchen während ihres zehntägigen Aufenthalts Partnerkirchen der EKD in Argentinien und Brasilien. Landesbischof Jochen Bohl, der die Delegation als Stellvertretender Vorsitzender des Rates der EKD leitet, hielt die Predigt und machte Mut, auf die Kraft des Gebets zu vertrauen - gerade in unverhofften Situationen.

Das Gebet trägt durchs ganze Leben

Wie das Gebet durchs ganze Leben trägt, wurde auch in der von Pfarrer Jörn Foth gestalteten Liturgie deutlich: Nach der Taufe des kleinen Alex, der mit seiner brasilianischen Mutter und seinem spanischen Vater aus Deutschland gekommen war, wurden seine Großeltern zu ihrem 50-jährigen Ehejubiläum gesegnet. Für die Verstorbenen der vergangenen Woche wurde ein Licht angezündet und ein besonderes Lied gesungen. So fand das Leben in all seiner Fülle im Gottesdienst Raum.

Nach dem Gottesdienst kam es zu einem lebhaften Austausch zwischen Vertretern deutscher Institutionen in São Paulo, der Gemeinde und der EKD-Delegation. Der deutsche Generalkonsul Friedrich Däuble beschrieb die schwierige Situation der deutschen Community in der Megastadt São Paulo, der größten Stadt Brasiliens und eine der größten Städte der Welt. Da die Deutschen über den ganzen Ballungsraum verstreut leben und die Wege weit sind, sei es nicht einfach, in Kontakten und Veranstaltungen deutsches Leben zu pflegen. Dennoch gebe es einen regen kulturellen Austausch und viele positive Begegnungen zwischen der deutschen und der brasilianischen Kultur. Die Friedenskirche mit ihren brasilianischen und deutschen Mitgliedern ist einer der Orte, wo viele solche Begegnungen stattfinden und unterschiedlichste Menschen ihre religiöse Heimat finden.

Weitere Stationen in Porto Alegre und Buenos Aires

Nach São Paulo stehen Stationen in Porto Alegre und Buenos Aires auf dem Programm der EKD-Delegation. Dort sind weitere Begegnungen mit den Partnerkirchen der EKD, der IECLB (Igreja Evangélica de Confissão Luterana no Brasil, Evangelische Kirche lutherischen Bekenntnisses in Brasilien) und der IERP (Iglesia Evangélica del Río de la Plata, Evangelische Kirche am La Plata) geplant. In Porto Alegre findet unter anderem ein Treffen der Delegation mit der Kirchenleitung statt. In Buenos Aires sind diakonische Tätigkeiten der La Plata Kirche und die Ökumene zentrale Themen: Hier ist eine Audienz bei Mario Aurelio Kardinal Poli, Erzbischof von Buenos Aires und Primas von Argentinien verabredet.

Friederike Deeg


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Publikationsdatum dieser Seite: 12.08.2016 11:58